imageVor einigen Jahren kam ich an einem Sonntagmorgen relativ desolat von einem Gig nach Hause, als mir Andi über den Weg lief. In meiner alten Heimat, Essen-Kettwig. Wir haben gequatscht, noch ein paar getrunken und waren von dem Moment an Freunde, und generell gerne ziemlich unsolide zusammen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Hat immer tierisch Spass gemacht.

Ich hab Andi regelmässig gesehen. Ein herzensguter Kerl mit vielen Problemen, eins davon: schwere Depressionen.

Dennoch immer für alle anderen da, immer ein herzliches Wort, immer ein von Herzen gemeinter Gruß, auch dann, wenn er völlig neben sich stand.

Heute habe ich aus der Ferne “auf Wiedersehen” sagen müssen. Andi ist tot. Er war sehr alleine und sehr depressiv. Und aller Wahrscheinlichkeit nach (ganz sicher) hat er sich selbst auf die andere Seite geschossen.

Und ich glaube, ich schreibe das hier hin, weil ich sehr weit weg bin und nicht weiss, wohin mit meiner Trauer. Und ausserdem, damit es was gibt, damit sich auch der Letzte noch an Andi erinnern wird. Damit das jetzt und hier für immer “gestempelt” ist, das es Andi gab. Denn er war ein guter, aber einsamer Mann. Eine gute Seele.

Mach’s gut, Bruder. Ich bin sehr traurig. Weniger, weil du gegangen bist – das war abzusehen – sondern wie. Ich wäre gern noch ein bißchen bei dir gewesen.

Posted from the road.

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