Interview mit Dieter Meier (YELLO)

Dieter Meier von Yello hat eines der klügsten Interviews gegeben, dass ich seit langem lesen konnte. Darunter Statements wie dieses:

Ja, es gibt Streamingportale wie Spotify. Da macht die Industrie auch wieder den Fehler, dass sie nicht transparent ist. Man weiß nicht, welches Geld woher kommt und wie es verteilt wird. Wenn du eine Million Mal gespielt wirst, verdienst du zehn Euro. Man weiß also nur eins: dass man im Grunde nichts bekommt. Es wird oft gesagt: Heute wird mit Live Geld verdient. Aber wenn du unterwegs bist als neue Band und 300 Leute sind im Publikum – und da hast du es schon ziemlich weit gebracht – dann rentiert sich das nicht. Dabei ist Streaming eigentlich ein wunderbares Medium und es wäre ganz einfach, die Einnahmen transparent zu verteilen. Es ist einfach ungerecht, mal abgesehen von der Geldverteilung: dass der Musiker nicht einmal weiß, was er überhaupt für einen Mehrwert schafft!

via 08.09.2014: Demokratisch heißt nicht gratis (neues-deutschland.de).

Ich bin auch auf Spotify vertreten, sowohl als Künstler — gleich 2 mal, als “Vogelmann” und “Ingo Vogelmann”, was ich selbst Schuld bin, übrigens — als auch als Label. Als Label werde ich meinem Distributor sagen, er möge dort nichts mehr veröffentlichen, weil ich Spotify für Verbrecher halte. Präziser: Betrüger und Diebe.

U2 & Apple: Probably The Biggest PR Stunt In The History Of The Music Industry

Bono reiterated that Apple bought Songs of Innocence to thank their users for their patronage, and that the band was appropriately compensated.

Of course they did. I said that in the moment I heard the news of Apple acting as a major label, because this is what major labels do: pre-paying for a deal like that, regardless of later royalties.

This is probably the biggest PR stunt in the history of the music industry.

My opinion? This is what brought the whole whole world of music into trouble in the first place (greed). I’m zero interested in listening to that album, and I won’t. I don’t give a fuck, to be precise. To me, Bono is nothing but a hypocrite, and a brilliant business man. As a musician I lost all respect.

“Songs Of Innocence” is exactly not this: innocent.

via Bono Talks ‘Songs of Innocence’, New Music in Letter to Fans | Rolling Stone.