Ich werde das jetzt öfter machen. Sachen bloggen, die zuviel zum Tweeten sind. Bloggen muss man ja auch mittlerweile beinahe schon deshalb, um es vor dem Aussterben zu retten.

Eine gute, alte Freundin sagte heute: “Du bist der beste schwule Freund, den jede Frau sich wünscht, ohne schwul zu sein”. Ich weiß nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Damit wären jetzt übrigens ein paar Gerüchte geklärt. Deshalb erzähle ich das aber nicht.

Ich liebe Ibis Hotels für ihre Raumschiffbäder. Mag das auch in Etap Hotels. Das hat was Homogenes. Die überpreisigsten Hotels sind übrigens in London. Unverschämtheit.

Auf BBC 2 kocht und backt man den ganzen Tag. Meistens ultra gutaussehende Frauen. So mit Close-Ups und Kameraschwenkfahrten. Toll, kann ich mir den ganzen Tag angucken.

In England ist der ganze Dezember Weihnachten. Christmas Parties, Shopping und Fernsehgedöns all over. Engländer sind amerikanischer, als man gemeinhin vermuten mag (vermutlich eher umgekehrt). Großer Hang zum Kitsch, und alles muss zelebriert werden. Dabei verrottet Vieles zur Bedeutungslosigkeit.

Briten sind offen und sehr freundlich. Besonders die älteren Leute, die alte Schule, das gefällt mir sehr. Alte Männer sind noch echte Gentlemen. Die jüngeren sind öfter und gerne mal grob.

Das Rauchverbot ÜÜÜ-BER-ALL ist unerträglich blödsinnig. £100 Strafe ist üblich. Demnächst: Peitschenhiebe, Hand abhacken, Zunge rausschneiden, Teeren, Federn, Steinigung. Echt jetzt mal… totaler Bullshit.

Sehr viele Engländerinnen haben ein massives Bekleidungs- und Make-up-Problem. Manche davon sogar noch mehr als das:

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11:00 Uhr Hotel-Checkout geht gar nicht. Was soll denn der Quatsch? Erlebt in Birmingham.

Nach vielen Jahren Reiserei bestätigt sich meine Theorie immer wieder: Menschen sind im Kern alle gleich und wollen dasselbe. Es wäre schön, wenn das auch allen bewusster wäre.

Zugfahren in England hat mehrere Facetten. Es ist teilweise zu teuer, teilweise sehr günstig. Kommt auf die Strecken und die Zugunternehmen an. Virgin Trains sind super. Auf meiner Reise waren ALLE Züge ultrapünktlich. Bemerkenswert. Die Informationen für Reisende sind überall, und alles klar verständlich. Auch mit Smartphone Apps und so. Toll. Zugbegleiter(innen) sind sehr freundlich. Und witzig.

Weist man Leute mit starkem Akzent auf die eigene Verstehensbehinderung hin, sprechen Sie nicht deutlicher, nur langsamer. Hilft dann aber. Viele O’s sind U’s, und umgekehrt. Einige Worte werden bis zur absoluten Unkenntlichkeit verstümmelt. Egal, in Deutschland ja auch.

Ich wurde in England als “Germaerican” bezeichnet, meines American English wegen. Ist so, kann ich nix für, hab ich halt am meisten mit zu tun. Ich bin aber komischerweise immer ein bisschen froh, wenn erstmal keiner merkt, daß ich Deutscher bin. Die meisten halten mich für einen Ami. Auch manchmal nur mittelgut.

Sitze in der Hotellobby, schlürfe Kaffee und warte auf meinen nächsten Gesprächspartner. Dann fliege ich nach Hause. Hab keine Lust, ganz ehrlich. Leider aber auch keine Zeit, den Trip auszudehnen. Freitag ab in die Schweiz, da freu ich mich drauf. Ich spiele am Samstag in Zürich.

Bis später. 🙂

2 Comments

  1. Ich weiss jetzt nicht, ob ich wirklich mal nach England soll oder nicht. Ich war da nämlich noch nie! 🙂 Ist aber auch egal, weil ich freu mich jetzt erstmal darauf, dass der germaerican in die Schweiz kommt! Endlich mal wieder richtig abfeiern! 🙂

  2. Ich kann England beinahe uneingeschränkt empfehlen. Als interessierter und offener Mensch, der du ja bist, solltest du (solltet ihr) dir (euch) das geben.

    Freu mich auch! 😛

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