Andere Kollegen schreiben ein Buch, was ich auch wirklich spannend finde und lesen werde. Ich bin heute mit der Idee wach geworden (ich werde immer mit guten Ideen wach, meistens mit Melodien im Kopf), einen Film zu drehen. Einen kleinen Film, total unprofessionell, denn schließlich bin ich kein Filmemacher und weiß eigentlich gar nicht, wie sowas geht. Ich werde es dennoch machen. Ein bißchen wie die Sage von der Hummel, die nach physikalischen Gesetzen eigentlich nicht fliegen kann, dies aber nicht weiß und trotzdem fliegt. Gut, ich weiß aber, das ich keine Ahnung vom Filmemachen habe und tue es dennoch.

Was wird das für ein Film?

Ein Heimatfilm! Genau. Ich werde, bewaffnet mit einer Videokamera, die Orte meiner Kindheit besuchen, und sie aus Perspektiven aufnehmen, wie ich sie als Kind empfunden habe. Dazu werde ich — teils selbst im Bild, teils im Off — Geschichten erzählen. Also Dinge, die ich erlebt habe, die mich bewegt haben, hängen geblieben sind und mich geprägt haben. Den ganzen Film werde ich selbst musikalisch untermalen, aber auch mit einem Soundtrack versehen, der dem entspricht, was ich damals gehört bzw. wahrgenommen habe. Ich freue mich jetzt schon auf urheberrechtliche Probleme mit der GEMA, welche ich selbstverständlich im Anschluss an den Film auch offen dokumentieren werde. Das aber nur nebenbei…

Ich glaube nicht, das er in Kinos kommt. Deshalb werde ich ihn irgendwo hochladen, wo ihr ihn euch kostenlos und in hoher Qualität anschauen könnt. Den Blockbuster. 🙂 Stilistisch werde ich mich irgendwo zwischen Quentin Tarantino, Peter Alexander (welcher übrigens eine große Rolle im Leben meiner Oma spielte, die auch in dem Film vorkommen wird, allerdings nur als Erinnerung) und Guido Knopp bewegen. Man braucht ja auch Vorbilder.

Ich bin mir sicher: an Vieles werde ich mich erst in dem Moment erinnern, wenn ich davor stehe. Das Meiste wird nicht mehr so aussehen, wie in meiner Kindheit, aber Rudimentäres davon wird ganz sicher noch vorhanden sein. Ich habe allerdings eine erstaunliche gute Erinnerung an Details aus meiner Kindheit; ich weiß z.B. noch unsere erste Telefonnummer, also, als ich sowas zum Ersten mal wahrnehmen konnte. Vielleicht sollte ich die mal anrufen und sehen, wer sich da meldet?

Also, ich werde das irgendwann im Sommer machen. Stay tuned.

One Comment

  1. Du kannst ja Vimeo nutzen, ansonsten kenne ich gar kein Portal, das für sowas geeignet wäre. Ich freue mich aber drauf!

    PS: Du nimmst dir aber auch immer Mammut-Projekte vor! Unter Projektgröße “Todesstern” (zeitlich & emotional) geht bei dir wohl nix, wa? 😉

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