Zugegeben, das Museum Folkwang in Essen hat eine beeindruckend minimalistische Architektur, die durchaus anspricht. So wie das Apple-Design, keine Frage. Lediglich das komplette Fehlen einer Orientierung im Inneren, die schlechte Klimatisierung und das unwohle Gefühl durch Sicherheitspersonal, von dem man sich nicht nur ständig beobachtet sondern regelrecht verfolgt fühlt, hemmte unser Besuchserlebnis derart, daß wir unglücklich wurden und das Gehöft vorzeitig verlassen mussten. Abgesehen davon, daß wir uns der Örtlichkeit nicht entsprechend verhalten konnten, weil wir ständig laut lachen mussten. Das kam (bestimmt) nicht gut an — Stichwort: Zum Lachen in den Keller gehen.

Ich hatte Probleme mit speziell einem Werk: Vollflächig schwarze Farbe auf Leinwand. Dazu eine meterlange Erklärung. Die allerdings war ganz gut, jedenfalls inspirierender als das Werk selbst. Besonders erheiternd war eine Dame, die minutenlang vor dem Werk stand und es aus allen denkbaren Winkeln betrachtete. Unser Schmunzeln empfand sie offensichtlich als beleidigend.

All das beweist (zumindest): Es gibt einen Extrem-Minimalismus jenseits von Apple. Gegen das Museum Folkwang in Essen ist der Apple Store in New York City ein Rummelplatz. *

* Da fällt mir ein: Ich habe gestern (mal wieder) iTunes installiert. Der dritte von fünf zugelassenen Computern. Ganz klar: Wozu auch 6 Computer registrieren? Das geht nun wirklich nicht, wir wollen mal nicht übertreiben …

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